Von meiner Nachbarschaft Aliona in Kifissia kann man nicht behaupten, dass dort viele ausgeflippte Typen leben; ist es doch eine etwas konservative Wohngegend. Daher freue ich mich um so mehr, dass, zumindest in der kälteren Jahreszeit, bei mir um die Ecke in seinem Atelier Tasos Bouras mit seiner Familie wohnt und wirkt.

Als Hinzugezogene, dauerte es verständlicherweise etwas, bis ich die bunten Kunstwerke in meiner Nachbarschaftsgallerie mit Tasos in Verbindung bringen konnte – nun scheint es mir unvorstellbar, dass sie irgendjemand anderes geschaffen haben könnte.

Zum Künstler: Tasos Bouras kam 1952 in Kyparissia auf den Peloponnes zur Welt. In den 70er Jahren lebte für einige Zeit in der Schweiz und beginnt dort seine künstlerische Karriere. 1997 hat er seine erste Soloausstellung bei Zugos Gallerie in Athen. 1999 gründete er gemeinsam mit anderen Künstlern das Underground Television Movement.

Was symbolisiert das Strandgut, dass ausschließlich von der Insel Psaras kommt, in seinen Werken? Seit seiner Kindheit bewunderte Tasos Bouras die Heldentaten des Achilles und seinen Gefolgsleuten, den Myrmidonen. Das Strandgut verkörpert die Überlebenskraft und Resilienz dieser Kämpfer für ihn; hat es doch den Gezeiten und Widrigkeiten des Meeres getrotzt wie einst Odysseus und Achilles auf ihren Kriegszug nach Troja.

Beim Betrachten seiner Werke erfährt man den Kontrast der Farben; der Wert der Farben ändert sich. Gelb erscheint strahlender neben Blau als neben Rot. Gewagte Farben, die die Hitze des Strandes auf Psara widerspiegeln. Die Fische und Figuren scheinen lebendig.

Die Insel Psaras wird von Pireus aus einmal die Woche angefahren. Fünfmal die Woche wird die Insel von Chios aus angefahren.

Wir sind stolz und dankbar, dass zwei von Taso Bouras Kunstwerken unsere griechischen Sardinen & Sardellen schmücken.